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Tourenbericht: Frienstein Himmelsleiter

vom 30.08.2000


An einem Sonntag im August treffen wir uns wieder mal in der Neumannmühle. Laut Wolfgang Güllich ist Kaffee trinken ja integrativer Bestandteil des Kletterns und so tun wir dies dann auch erst mal. Nach einer Weile Diskussion haben wir uns dann auf Frienstein und Umgebung als Kletterziel geeinigt.

Es ist schon halb 12 als wir dann endlich am Frienstein ankommen. Ich war noch nie in dieser Gegend und besichtige erst mal Klassiker wie Wiessnerriß, Rübezahlstiege und Königshangel. Wir suchen eine Weile nach einem für uns machbaren schönen Anstieg und bleiben fast folgerichtig bei der Himmelsleiter stecken.


Ich lasse mich zum Einsteigen überreden, obwohl mir die Kletterei eigentlich nicht liegt. Bis zum ersten Ring sind einige ungesicherte Meter Faust- und Schulterriß zu überwinden, danach geht es wenige Meter rissig weiter bis man am 2. Ring ankommt. Dort geht dann die bildschöne Himmelsleiter los, ein steiles, bizarr gezacktes Felsband. Wie schon angedeutet, meine Risstechnik ist leider nur sehr mangelhaft, der einzige nennenswerte Faustriß, den ich bisher gemacht habe, ist der Südriß am Heringstein, das aber auch nur im Nachstieg. Aber Übung macht ja den bekanntlich den Meister und so steige ich ein. Die ersten Meter gehen auch ganz gut, die Fäuste klemmen. Wenig später wird es schon schwieriger. Der Riß neigt sich ziemlich nach rechts, ich kann also nur den linken Fuß im Riß verklemmen und muss mit dem rechten auf der glatten Wand antreten. Noch ein zwei Züge und schon bin ich am Ende. Die Fäuste und den linken Fuß im Riß verklemmt, fange ich an zu jammern und zu schimpfen, aber es ist keine Sicherung in Sicht und abklettern geht irgendwie auch nicht mehr. Also siegen oder bis runter fallen. Na prima. Volker polstert unten die Aufschlagszone schon mal mit Rucksäcken, natürlich richtig so, aber eben auch nicht sehr ermutigend. Es dauert eine ganze Weile bis ich meine Nerven wieder halbwegs im Griff habe. Irgendwie geht es dann doch und ich kann nach großen Anstrengungen den ersehnten Ring klinken.


Die wenigen Meter bis zum 2. Ring sind dann weniger dramatisch, der erste Ring könnte ruhig 2 Meter weiter unten stecken, zumindest mir würde er da mehr bringen. Aber mit besserer Rißtechnik braucht man wahrscheinlich überhaupt keinen. (Man erinnere sich an Zitate wie: "Ein Riß ist ein einziger langgezogener Ring!" etc.)
Am 2. Ring kann man ganz gut ausruhen und so tue ich das auch und erkunde gleichzeitig ein bisschen den Weiterweg. Steil zieht die eigentlich "Leiter" nach oben. Mit fachkundigen Anweisungen des Bodenpersonals präpariere ich schon mal eine Zackenschlinge, die ich dann weiter oben zu legen gedenke. Noch mal Arme ausschütteln, dann geht es weiter. Die "Leiter" ist gut kletterbar, oben "fehlen" links mal ein paar Griffe, aber auf der rechten Seite ist genug da. Meine Zackenschlinge bringe ich auch unter, oben sind dann auch noch ein paar Möglichkeiten zum Sichern. An großen Griffen quere ich links rüber in den Ausstiegskamin und schrubbe mich die letzten einfachen Kaminmeter empor. Geschafft!


Unten war es ganz schön haarig und so schnell werde ich den Weg wohl auch nicht wieder vorsteigen. Aber alles in allem kein schlechter und bei gut ausgebildeter Rißtechnik sicher sogar ein recht schöner Weg.
Die anderen Vier wollen natürlich auch mitmachen und so spiele ich erst mal Sicherungsautomat, was aber bei der schönen Aussicht nicht weiter schlimm ist.


Danach probieren wir noch den Fliegelweg, aber das ist eine andere Geschichte... ;-)


































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