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Tourenbericht: Lilienstein-Westecke Weiße Lilie

vom 04.12.2000


An einem Mittwoch Ende November wurde das Wetter plötzlich noch mal ganz brauchbar und so ließ ich Diplomarbeit Diplomarbeit sein und fuhr mit E in Richtung Elbsandstein. Wir wollten klettern, wo, dass wollten wir uns dann unterwegs überlegen. Am Tag zuvor hatte es geregnet, so dass alles noch ziemlich feucht war. Erst wollten wir deswegen ins Bielatal, aber dann änderten wir unsere Planung und fuhren zum Lilienstein. Zum Klettern waren wir beide noch nie dort gewesen, und so wollten wir mal etwas Neuland erkunden. Als wir auf dem Parkplatz ankamen, war es draußen nasskalt und ungemütlich, wir hielten ein Stündchen Schönheitsschlaf im Auto, um der Außenwelt Gelegenheit zum trocknen zu geben. Das half natürlich überhaupt nichts, also machten wir uns auf, um die Lage mal genauer zu sondieren. Unter der Westecke des Liliensteins angekommen besahen wir uns erst mal die Routenverläufe und zu unserem Glück war der Fels trocken, da er dort ziemlich steil und dem Wind ausgesetzt ist. Es war jedoch ziemlich kalt, so dass wir erst einmal etwas zum Aufwärmen klettern wollten. Da kam der Liliensteinwächter gerade recht, der dann auch folgerichtig recht bald erstiegen wurde. Wieder eine Quacke abgehakt.


Es war nun schon kurz nach Zwölf, langsam mussten wir mit dem Klettern anfangen, wärmer würde es kaum noch werden und in 4 Stunden würde es leider schon wieder dunkel sein.


Wir hatten uns die Weiße Lilie ausgesucht, obwohl auch die Westkante nicht schlecht gewesen wäre, auf das Queren hatten wir bei der Kälte aber keine Lust. Nach kurzer Vorbereitung stieg ich ein und riss mir, ohne es zu merken, auf den ersten Metern gleich den Finger auf. Das merkte ich dann erst beim Klinken des ersten Rings, als ich auf dem Fels eine dicke Blutspur hinterließ. Dank der Kälte gerann das Blut natürlich nicht und meine Finger klebten immer mehr. Erst versuchte ich das noch mit einem Taschentuch zu verhindern, aber dann ließ ich das sein, wie geraume Zeit später dann auch das Fluchen. Zwischendurch waren am ersten und zweiten Ring mal kurz ein paar knifflige Züge zu überwinden, mit fast erfrorenen Fingern gar nicht so einfach.


Aber als ich dann am Band der Westkante ankam, waren meine Finger aufgetaut und das Klettern nur noch Genuss. Steil, großgriffig und halbwegs brauchbar gesichert ging es am 3. Ring vorbei hoch zum 3. Ring der Westkante. Dort, in ca. 45 m Höhe, holte ich dann E nach. Als er dann oben war, schrieben wir uns in das Wandbuch ein. Wir waren die ersten seit zweieinhalb Wochen, die letzten waren am Faschingssamstag hier gewesen.


Ich wollte mir von E den Kletterführer geben lassen, um noch mal den Weiterweg über die Nordwestverschneidung zu sondieren, aber wegen eines Missverständnisses hatte er diesen leider unten gelassen. Vor dem Einstieg hatte ich den Weiterweg nur mal kurz überflogen, aber oben an der Kante sah ich den Ring, dort mussten wir auf jeden Fall vorbei.


Die Unterstützungsstelle unten war schnell genommen und ich legte rechts vom ersten kleinen Absatz erst mal eine Knotenschlinge. Dann ging ich wieder etwas links hinüber und fand einen undokumentierten, allerdings schon etwas morsch aussehenden Ring. Egal, Schlinge rausgemacht und Ring eingehängt, wenige Meter höher wartete ja schon der "richtige Ring". Von dort ging es dann links rüber zu einem nicht so lecker aussehenden Riss, der sich dann aber gut auflöste.


Oben angekommen, holte ich E an einer ebenfalls undokumentierten, aber soliden Gerüstöse nach. Von dort leicht nach rechts, einen liegenden Faustriss hoch, dann noch ein Stück Kamin und ich warf meine Bandschlinge um den Sockel eines Geländerstücks und holte E nach. Oben schauten wir zum Wartturm hinüber, deutlich konnte man die Abbruchstelle weiß im Nebel leuchten sehen. Nach einem kurzen "Massiv-Heil" machten wir uns dann ans Abseilen, denn uns war schlicht und einfach kalt. Nach dreimaligem Abseilen waren wir dann nach insgesamt 3 Stunden wieder an unseren Rucksäcken. Ein Blick in den Führer bestätigte den von uns gewählten Wegverlauf. Im Frühjahr, bei hoffentlich höheren Temperaturen ist dann auch die Westkante fällig....







































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